Brustvergrösserung 

Die Brustvergrösserung besteht in der chirurgischen Einsetzung eines Brustimplantats hinter jede Brust, zum Zwecke ihrer Vergrößerung und Formverbesserung. Eine Brustvergrösserung wird von Frauen verlangt, die ihre Brüste als zu klein oder unförmig empfinden.  

Die Brustvergrösserung ist eine Operation, die in der Vollnarkose durchgeführt wird und etwa 1-2 Stunden dauert. Die Brüste werden am häufigsten mit den Silikonimplantaten vergrößert, die unter die Brustdrüse oder unter den Muskel platziert werden. Die Auswahl von Implantaten und ihre Platzierung hängt von Ihren Anforderungen und von der Konsultation mit dem Arzt ab. Die Hospitalisation nach der Operation dauert 1-2 Tage, die Rekonvaleszenz dann meistens 7-14 Tage.


Operationsverfahren Brustvergrösserung
Bei der Wahl des Operationsverfahrens werden folgende Aspekte berücksichtigt:
Schnittführung:

  • unter der Brustfalte
  • über den Brusthof
  • über die Achselhöhle

Die Wahl hängt von den Wünschen und Voraussetzungen der Patientin sowie den Gegebenheiten und Erfahrungen der Praxis/Klinik ab.
Einsetzung der Brustimplantate:

  • unter die Brustdrüsen
  • unter den Muskel
  • teilweise unter den Muskel

Alle Methoden (unter den Muskel bzw. unter die Brustdrüsen) haben ihre Vor- und Nachteile. Die Auswahl hängt von der Qualität und der Größe der Drüsen, der Haut- und Unterhautqualität sowie der Stärke und Qualität des Muskels ab. Die Brustimplantate müssen ausreichend bedeckt werden. Falls es nicht ausreichend bedeckt wird, ist das Implantat sichtbar, was nicht sehr ästhetisch wirkt. Zur Besprechung des oben genannten dient die Konsultation, in der die Patientin ihre Vorstellungen den realen Möglichkeiten, Körperproportionen und der Meinung des Chirurgen anpassen kann.

Ablauf einer Brustvergrösserung
Eine Brustvergrösserung wird in den meisten Fällen unter Vollnarkose durchgeführt. Die Patientinnen werden darauf hingewiesen, ca. 6 Stunden vor der Operation weder zu essen, zu trinken noch zu rauchen. Der Eingriff dauert 1-2 Stunden, und danach sollte man für 24 Stunden im Spital bleiben.

Sind Sie eine geeignete Kandidatin für eine Brustvergrösserung- Augmentation?
Eine Brustvergrösserung durch Implantate ist ein sehr effektiver Eingriff, der für Frauen mit unzureichend entwickelten Brüsten geeignet ist, sowie auch dann, wenn es zur Verkleinerung der Brustdrüsen, zum Beispiel nach dem Stillen oder einem einschneidenden Gewichtsverlust, kommt.
Auf jeden Fall ist es besser, die Implantate in Brüste einzusetzen, die sich durch Stillen nicht mehr verändern werden. Aber auch eine Brustvergrösserung nach dem 18. Lebensjahr, also vor einer Schwangerschaft, ist nicht ausgeschlossen. Sie müssen allerdings damit rechnen, dass sich die Größe und Qualität der Brustdrüsen durch die Laktation und Schwangerschaft verändern und wahrscheinlich eine erneute Operation bzw. eine Korrektur nötig wird. Nach der Entbindung, auch wenn sie nicht stillen, sollte die Brustvergrösserung erst nach einem Jahr erfolgen.

Während der ersten Konsultation macht Sie der Arzt mit allen Details der Operation bekannt und bestimmt Einige Frauen wünschen sich, dass die Brustimplantate so nah aneinander wie möglich eingesetzt werden, damit ein verführerischer Schlitz zwischen den Brüsten entsteht. Dies hängt jedoch mit der Körperkonstitution, dem Abstand zwischen den Brustdrüsen zusammen und kann daher nicht auf Wunsch bei jedem gestaltet werden.
Wenn Sie körperlich gesund und realistisch in Ihren Erwartungen sind, könnten Sie eine geeignete Kandidatin sein.

Da die Brustoperation unter Vollnarkose durchgeführt wird, ist eine präoperative Untersuchung samt Laboruntersuchungen und EKG durch einen Arzt für allgemeine oder interne Medizin erforderlich. Auch sollte eine ausführliche Krankengeschichte aufgenommen werden. In Abhängigkeit vom Alter der Patientin ist vor der Operation auch eine eventuelle Erkrankung der Brüste durch eine Ultraschalluntersuchung oder Mammographie auszuschließen. Diese wird von spezialisierten onkologischen oder gynäkologischen Kliniken durchgeführt. Insbesondere bei Patientinnen aus Risikogruppen, d.h. aus Familien, wo in der Familie eine Brusterkrankung vorkommt.
Vom Arzt bekommen Sie Anweisungen zur Vorbereitung auf die Operation. Sechs Stunden vor der geplanten Brustoperation sollten Sie weder essen noch trinken und rauchen. Medikamente, die Azetylsalizylsäure enthalten (wie z.B. Acylpyrin, Aspirin, Alnagon, Mironal usw.), können eine erhöhte Blutung während und nach der Operation verursachen, deshalb sollten sie ungefähr eine Woche vor der geplanten Operation nicht eingenommen werden. Auch sollte die Operation während der Monatsblutung nicht erfolgen, die Regel ist jedoch kein Grund für eine Verschiebung der Operation. Es ist empfehlenswert, mit Ihrem Gynäkologen über die Unterbrechung der Einnahme eines Verhütungsmittels zu sprechen. Zurzeit überwiegt die Meinung, dass das Verhütungsmittel nach wie vor eingenommen werden sollte, jedoch vorbeugend Medikamente gegen Blutgerinnung zu verabreichen sind – niedrigmolekulares Heparin (z.B. Fraxiparine, Clexane, Fragmin...).

Es wird vorausgesetzt, dass Sie innerhalb von ungefähr drei Wochen vor der Operation an keiner akuten Erkrankung (wie z.B. Virenerkrankung, Erkältung usw.) leiden. Teilen Sie jedwede Erkrankung Ihrem Arzt mit.
Falls Sie rauchen, rechnen Sie damit, das Rauchen für ein bis zwei Wochen vor der Brustvergrösserung aufzugeben, und auch nach der Operation noch für mindestens zwei Wochen nicht zu rauchen.
Am Tag der Brustoperation sollten Sie mit rasierten Achselhöhlen eintreffen, sofern Sie sich mit dem Arzt auf diesem operativen Zugang einigen. Ferner nehmen Sie Ihre Medikamente, die Sie einnehmen, für 2-3 Tage.
Stellen Sie im Rahmen Ihrer Operationsvorbereitungen Ihre Heimreise sowie eine Aushilfe für ein bis zwei Tage bei Ihnen zu Hause sicher, falls Sie dies benötigen.
Es handelt sich um eine Operation, die von der Krankenkasse nicht bezahlt wird.

Können die Silikonimplantate für den Körper schädlich sein?
Weltweit wurden und werden etliche wissenschaftliche Studien über die Schädlichkeit der Brustimplantate durchgeführt. Es wurden alle Stoffe geprüft, aus welchen das Implantat besteht. Es handelt sich um Silikon, Polyurethan, das in der Hülle einiger Implantate enthalten ist, und Platine, die bei der Polymerisierung des Silikongels verwendet wird. Bei keinem dieser Stoffe wurde eine krebserregende Wirkung nachgewiesen. Ferner wurde der Zusammenhang mit der Entstehung rheumatologischer und autoimmuner Erkrankungen geprüft, der auch nicht nachgewiesen wurde.

Wie lange hält der Effekt einer Brustvergößerung an?
Eine Brustvergrösserung ist dauerhaft, sofern sich das Gewicht und die Ausmasse der Brüste nicht verändern (siehe Schwangerschaft weiter oben). Da sich die Qualität der Brustimplantate nach 10-15 Jahren verändert und die Wahrscheinlichkeit des Implantatbruchs steigt, ist mit einem eventuellen Austausch zu rechnen. Die Entscheidung für eine Brustvergrößerung ist persönlich, sehr schwerwiegend und dauerhaft. Falls Sie Ihr Ziel erreicht haben, dann war Ihre Operation erfolgreich.

 

 

 

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